Turicum Gmbh: Gyraff 220 mit Hydraulik-Zylinder der Paul Forrer AG

Die Turicum GmbH hat ein neues Pferd im Stall: Den Gyraff 220 Hybrid Teleskoplift. Die Hydraulik-Zylinder für den Gyraff 220 haben sie von Paul Forrer AG bezogen. Wir haben mit Luca Hofmann, Gründer und Inhaber der Turicum GmbH mit Sitz in Urdorf über die Entstehung sowie die Vorteile des neuen Telekoplifts und die Zusammenarbeit mit Paul Forrer gesprochen.

Was war der Auslöser für diese neue Entwicklung? Ein im Fahrleitungsbau tätiger Kunde hatte spezielle Anforderung, um Fahrleitungen für Trams und Busse zu bauen und zu warten. Eine der Anforderung war, dass die Abstützung des Fahrzeuges, bei maximaler Ausladung der Teleskopbühne (18,5 m), nicht über die Trägerfahrzeugbreite herausragt, um den vorbeifahrenden Verkehr nicht zusätzlich zu beeinträchtigen. Zudem sollte die Teleskopbühne und der Lastwagen aus dem Korb heraus gesteuert werden können. Diese sicherheitstechnisch sehr komplexe Anforderung entstand durch den Arbeitsaufwand der Arbeiter, den wir analysiert haben. Wir haben einen Arbeiter, der Wartungsarbeiten an einer Fahrleitung vorgenommen hat, eine Nacht lang begleitet. Während dieser Zeit musste der Arbeiter über 30 Mal die Teleskopbühne komplett einfahren, aus dem Korb steigen, die Stützen einfahren und ins Fahrerhaus steigen, um das ganze Fahrzeug zehn Meter zu verschieben. Kann der Arbeiter all dies direkt vom Korb aus steuern, ist die Arbeit wesentlich effizienter. Einen Elektrobetrieb anstelle des Dieselmotors sollte den Arbeitslärm erheblich reduzieren, da das Fahrzeug vorwiegend in Städten und während der Nacht im Einsatz ist. Was sind die wesentlichen Eigenschaften der neuen Arbeitsbühne? Die Teleskopbühne und das Fahrzeug können elektrisch betrieben werden ohne Lärmemissionen zu verursachen. Sollte der Elektroantrieb mal ausfallen, steht immer noch der Dieselmotor zur Verfügung. Ein weiteres Merkmal ist das Steuern des LKW’s und das Bedienen der hydraulischen Stützzylinder aus dem Korb. Die Abstützzylinder befinden sich innerhalb des Fahrzeugprofiles. Die Abstützung des Fahrzeuges haben wir so konzipiert, dass Steigungen bis zu 16 Prozent ausgeglichen werden können.



Weshalb wurde der Teleskoparm selbst entwickelt? Gab es nichts Bestehendes auf dem Markt?

Ursprünglich haben wir mit den Anforderungen des Kunden verschiedene Teleskoplift-Hersteller in Italien besucht. Wir haben keinen Hersteller gefunden, welcher uns zwei Teleskopliftbühnen gemäss den Anforderungen fertigen wollte. Wir hatten also folgende Optionen: Eine bestehende Teleskopliftbühne einkaufen und entsprechend umbauen oder selber eine entwickeln. Bei einem Umbau hätten wir keinen Einfluss auf die Struktur des Teleskopliftes und es wäre schwierig, die zur Homologierung notwendigen Nachweisdokumente liefern zu können. Wenn man an einem eingekauften Produkt Anpassungen vornimmt, dürfen diese nicht verwendet werden. Deshalb haben wir uns für eine Eigenentwicklung entschieden. So haben wir alle zur Homologierung notwendigen Zeichnungen und Berechnungen.


Sind weitere Produktentwicklungen vorgesehen?

Momentan arbeiten wir an einem Projekt, bei dem das Fahrzeug auf der Schiene fährt. Die Arbeitsbühne ist grösser als der Korb beim Gyraff und die Ausladung kleiner. Es geht um zwei Fahrzeuge, ein Fahrzeug in der Schweiz und eins im Ausland. Aktuell sind wir in der Konzeptphase.


Was war der ausschlaggebende Punkt, die Zylinder bei Paul Forrer zu beziehen?

Ganz klar: Ein super Angebot für hochwertige Hydraulik-Zylindern des bekannten deutschen Herstellers Neumeister Hydraulik GmbH. Zudem schnelle Antworten, super Unterlagen mit CAD Zeichnungen und eine sehr angenehme Zusammenarbeit.


Wie wertvoll empfinden Sie die bisherige Zusammenarbeit im Bereich Engineering zur Optimierung der Zylinder?

Die Firma Neumeister hat die Anforderungen an die Zylinder sehr gut umgesetzt und die Sicherheitsventile wurden optimal in die Zylinder integriert. So stellt man sich eine optimale Zusammenarbeit und Ablauf vor: Auslegen, zeichnen, integrieren und bestellen.


Was kann Paul Forrer, was andere nicht können?

Die Paul Forrer AG bietet einen nahen und unkomplizierten Kontakt, viel Know-how und eine schnelle Reaktionszeit. Dies ist während der Entwicklung extrem wichtig für uns. Die Mitarbeitenden bei Paul Forrer denken mit. Mir fällt da als Beispiel der Fall mit dem Stützenzylinder ein: Wir mussten nicht alle Berechnungen durchführen, sondern haben von Paul Forrer direkt einen Vorschlag für passende und im vergleichbaren Einsatz bewährte Stützenzylinder erhalten. Dass wir auf die Kompetenz des Lieferanten verlassen können, ist für uns ein klarer Mehrwert. Wir mussten keine Anforderungslisten schreiben, was für uns kompliziert und zeitaufwändig gewesen wäre.


Würden Sie Paul Forrer bei einem nächsten Projekt wieder berücksichtigen?

Auf jeden Fall! Wir sind immer in gutem Kontakt, es gilt für uns einfach immer die beste Lösung zu finden und aufgrund der Erfahrung ist für mich klar: Zylinder = Paul Forrer.






Die Turicum GmbH Urdorf – zuverlässig und kompetent für ganzheitliche Entwicklung und Fertigung von Spezialfahrzeugen rund um Baumaschinen, Nutzfahrzeuge, Kranlastwagen, Kommunalfahrzeuge, Arbeitsmaschinen und landwirtschaftliche Maschinen. In Urdorf werden hochwertige und abgestimmte Hybrid-Antriebskonzepte für Nutzfahrzeuge aller Art entwickelt. Von der Planung über die Fertigung, bis hin zur Betreuung über die gesamte Einsatzdauer des Fahrzeuges, werden alle Aufgaben zuverlässig und speditiv übernommen. Ihre Arbeit führen sie stets nach höchsten Qualitätsstandards und nach dem neusten Stand der Technik durch. www.turicum.tech

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